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Zusammenfassungen
2. Jahrgang, Heft 2-
September 2006
- Gerhard
Hintenberger: *taschentuchreich* Überlegungen zur
Methodik der Chatberatung
Zusammenfassung
Der Chat wird von SprachwissenschaftlerInnen als Gattung beschrieben,
die sich der Schriftform bedient, gleichzeitig allerdings wesentliche
Merkmale mündlicher Kommunikation aufweist. Innerhalb der
Online-Beratung erweist er sich aufgrund der Möglichkeit,
Beratung anonym und ortsungebunden in Anspruch nehmen, gleichzeitig
aber unmittelbar miteinander kommunizieren zu können, als
besonders effektiv. In diesem Artikel werden Überlegungen
zu einer ersten Systematik zu Interventionen in der Chatberatung
angestellt.
Keywords
Chat-Beratung, Online-Beratung, Interventionen, niederschwelliges
Angebot,
Artikel
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- Birgit
Knatz:
Methodische Konzepte der TelefonSeelsorge
im Internet
Zusammenfassung
Online-Beratung
hat sich seit mehr als zehn Jahren als zuverlässige Form
bewährt. In dieser Zeit haben sich lösungsorientierte
Methoden aus den unterschiedlichsten Schulen als hilfreich herausgebildet.
Neben allen methodischen Kenntnissen gehört zum Gelingen
der Online-Beratung die Herstellung einer tragfähigen und
vertrauensvollen Beziehung zu den Schreibenden. Obwohl die Online-Beratung
methodisch geleitet ist, ist sie kein technischer Prozess, sondern
ein kreativer Akt.
Keywords
Methoden in der Online-Beratung, Online-Beratung, methodische
Vielfalt, Beratungs-Haltung
Artikel
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- Alexander
Brunner:
Methoden des digitalen Lesens und Schreibens in der Online-Beratung
Zusammenfassung
Der Artikel widmet sich jenseits psychologischer, psychotherapeutischer
und beraterischer Interventionstechniken der Frage spezifischer
methodischer Zugänge zu Online-Beratung unter der Perspektive
des digitalen Lesens und Schreibens. Es werden mögliche Zugänge
dargestellt und Anregungen für das Lesen und Schreiben von
Texten im Kontext von Online-Beratung angeboten.
Keywords
Methoden,
Lesen, Schreiben, Stil, Online-Beratung
Artikel
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- Daniela
Ball: Methodik
der E-Mail-Beratung am Beispiel der Krisenintervention suizidaler
Jugendlicher - Ein Erfahrungsbericht des Projektes [U25] der AGJ
Freiburg
Zusammenfassung
Zielsetzung des
hier vorgestellten Projektes [u25] ist es, jungen Menschen in
Krisen und Suizidgefahr ein niedrigschwelliges Beratungsangebot
über die Homepage: www.u25-freiburg.de zu bieten. Dabei erfolgt
die Beratung durch speziell dafür ausgebildete junge PeerberaterInnen.
Nach 5 Jahren Laufzeit des Projektes ist klar, dass
unser Angebot die Zielgruppe erreicht und immer mehr Jugendliche
sich auf dem Weg der Onlineberatung Unterstützung suchen.
Keywords
Onlineberatung, Peerberatung, Jugendliche,
Krise, Suizid
Artikel
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- Matthias
Petzold: Psychologische Aspekte der Online-Kommunikation
Zusammenfassung
Ausgehend von klassischen sozialpsychologischen Grundlagen
zur menschlichen Kommunikation werden Besonderheiten der computervermittelten
Kommunikation via Internet diskutiert. Die vielfach beschriebene
Theorie der Kanalreduktion wird dabei differenziert als Nachteil
aber auch als Vorteil betrachtet. Die besondere Art der Internet-Kommunikation
kann am besten als verschriftete Mündlichkeit (= Oraliteralität)
verstanden werden. Die daraus entstehenden Internet-spezifischen
Vor- und Nachteile der computervermittelte Kommunikation werden
schließlich mit Bezug auf neuere Theorie-Ansätze (vgl.
Döring 2003) diskutiert. Abschließend werden praktische
Konsequenzen angedeutet.
Keywords
Grundlagen der Kommunikation, Kommunikationsmodelle, Internet-Kommunikation,
Kanalredukti-onstheorie, Computervermittelte Kommunikation, Medienwahlmodell,
Internet-Beratung
Artikel
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- Katharina
Fidesser: E-Mail-Beratung in der Jugendberatungsstelle Waggon
Zusammenfassung
Wie in vielen anderen Einrichtungen auch, entstand die
e-Mailberatung in der Beratungsstelle WAGGON in Mödling einfach
deshalb, weil es die Nachfrage gab. Niemand ahnte, dass sich dieser
Bereich so weiterentwickeln und die Nachfrage so ansteigen würde,
doch genau das ist passiert. Diese Tatsache machte es erforderlich,
neue Strukturen und Herangehensweisen zu erarbeiten, um weiterhin
ein professionelles Beratungsangebot, angepasst an die Bedingungen
des WAGGONs und den neuesten Entwicklungen im Bereich der Online-Beratung,
garantieren zu können. Die e-Mailberatung im WAGGON ist immer
noch in einem Entwicklungsstadium. Aber wir haben schon viel erreicht,
verbessert, ausprobiert, verworfen und wieder eingeführt.
Keywords
Erfahrungsbericht, e-Mail-Beratung, Jugendberatung
Artikel
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-
Dzeyk,
Waldemar: Vertrauen in Internetangebote. Eine empirische Untersuchung
zum Einfluss von Glaubwürdigkeitsindikatoren bei der Nutzung
von Online-Therapie- und Online-Beratungsangeboten (Dissertation)
Zusammenfassung
Angesichts der Risiken, die mit der Nutzung von Online-Informationen
verbunden sind, besitzen Fragen der Glaubwürdigkeit und
des Vertrauens eine wichtige Orientierungsfunktion für
die Selektion und Bewertung von Informationen im Internet. Für
den Bereich gesundheitsrelevanter Online-Angebote ist bisher
noch wenig darüber bekannt, welche Rolle medienseitige
Merkmale für die Zuschreibung von Glaubwürdigkeit
und die Entwicklung von Vertrauen in Online-Therapieangebote
oder Online-Beratungsangebote spielen. Ebenso ist dass Wissen
um den Einfluss rezipientenseitiger Merkmale sowie deren Interaktion
mit den Medienmerkmalen bei der Zuschreibung von Glaubwürdigkeit
im Kontext des Internets noch weitgehend unerforscht. Den Teilnehmer/innen
eines Online-Experiments (N = 532) wurde das Angebot eines simulierten
Online-Therapie bzw. Online-Beratungsangebots präsentiert.
Dabei wurden verschiedene Glaubwürdigkeitsmerkmale der
einzelnen Webseiten variiert: 1. Porträtfoto des Therapeuten,
2. Qualifikation des Therapeuten, 3. orthografische Korrektheit,
4. Ausführlichkeit der Informationen zur Datensicherheit
und zum Datenschutz und 5. die Vollständigkeit der Kontaktadresse.
Als abhängige Variable wurde die Einschätzung der
Glaubwürdigkeit der dargebotenen Seiten erhoben (Vertrauenswürdigkeit
und Kompetenz als Kernkomponenten des Glaubwürdigkeitskonstrukts).
Zusätzlich wurden mittels eines Online-Fragebogens verschiedene
Rezipientenvariablen erfasst. Für die Indikatoren "Qualifikation
des Therapeuten", "Datensicherheit und Datenschutz"
und für die "Kontaktadresse" konnten signifikante
Haupteffekte für die Beurteilung der Glaubwürdigkeit
gesichert werden. Hier war es jeweils so, dass den eher glaubwürdigen
Varianten sowohl eine höhere Vertrauenswürdigkeit
als auch eine höhere Kompetenz zugeschrieben wurde. Für
die Rezipientenvariablen zeigten sich vor allem bei den Variablen
"Interesse am Thema" und "Vertrauen in die Zuverlässigkeit
anderer" signifikante Effekte. Die Ergebnisse des Fragebogenteils
deuten darauf hin, dass Nutzer/innen von Online-Therapien bzw.
Online-Beratungen eine größere Affinität zum
Medium Internet aufweisen. Sie nutzen das Internet intensiver
und vertrauen den Informationen mehr als Personen ohne Online-Therapieerfahrung.
Keywords
Online-Therapie, Online-Beratung, Glaubwürdigkeit, Vertrauen,
Online-Vertrauen
Artikel
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