Fachzeitschrift für Online-Beratung und computervermittelte Kommunikation
ISSN 1816-7632



 
 
 
 
 
 

 

Zusammenfassungen 2. Jahrgang, Heft 2-
September 2006

  • Gerhard Hintenberger: *taschentuchreich* – Überlegungen zur Methodik der Chatberatung

    Zusammenfassung

    Der Chat wird von SprachwissenschaftlerInnen als Gattung beschrieben, die sich der Schriftform bedient, gleichzeitig allerdings wesentliche Merkmale mündlicher Kommunikation aufweist. Innerhalb der Online-Beratung erweist er sich aufgrund der Möglichkeit, Beratung anonym und ortsungebunden in Anspruch nehmen, gleichzeitig aber unmittelbar miteinander kommunizieren zu können, als besonders effektiv. In diesem Artikel werden Überlegungen zu einer ersten Systematik zu Interventionen in der Chatberatung angestellt.

    Keywords
    Chat-Beratung, Online-Beratung, Interventionen, niederschwelliges Angebot,

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  • Birgit Knatz: Methodische Konzepte der TelefonSeelsorge im Internet

    Zusammenfassung
    Online-Beratung hat sich seit mehr als zehn Jahren als zuverlässige Form bewährt. In dieser Zeit haben sich lösungsorientierte Methoden aus den unterschiedlichsten Schulen als hilfreich herausgebildet. Neben allen methodischen Kenntnissen gehört zum Gelingen der Online-Beratung die Herstellung einer tragfähigen und vertrauensvollen Beziehung zu den Schreibenden. Obwohl die Online-Beratung methodisch geleitet ist, ist sie kein technischer Prozess, sondern ein kreativer Akt.

    Keywords
    Methoden in der Online-Beratung, Online-Beratung, methodische Vielfalt, Beratungs-Haltung

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  • Alexander Brunner: Methoden des digitalen Lesens und Schreibens in der Online-Beratung

    Zusammenfassung
    Der Artikel widmet sich jenseits psychologischer, psychotherapeutischer und beraterischer Interventionstechniken der Frage spezifischer methodischer Zugänge zu Online-Beratung unter der Perspektive des digitalen Lesens und Schreibens. Es werden mögliche Zugänge dargestellt und Anregungen für das Lesen und Schreiben von Texten im Kontext von Online-Beratung angeboten.

    Keywords
    Methoden, Lesen, Schreiben, Stil, Online-Beratung

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  • Daniela Ball: Methodik der E-Mail-Beratung am Beispiel der Krisenintervention suizidaler Jugendlicher - Ein Erfahrungsbericht des Projektes [U25] der AGJ Freiburg

    Zusammenfassung
    Zielsetzung des hier vorgestellten Projektes [u25] ist es, jungen Menschen in Krisen und Suizidgefahr ein niedrigschwelliges Beratungsangebot über die Homepage: www.u25-freiburg.de zu bieten. Dabei erfolgt die Beratung durch speziell dafür ausgebildete junge PeerberaterInnen. Nach 5 Jahren „Laufzeit“ des Projektes ist klar, dass unser Angebot die Zielgruppe erreicht und immer mehr Jugendliche sich auf dem Weg der Onlineberatung Unterstützung suchen.


    Keywords
    Onlineberatung, Peerberatung, Jugendliche, Krise, Suizid

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  • Matthias Petzold: Psychologische Aspekte der Online-Kommunikation

    Zusammenfassung
    Ausgehend von klassischen sozialpsychologischen Grundlagen zur menschlichen Kommunikation werden Besonderheiten der computervermittelten Kommunikation via Internet diskutiert. Die vielfach beschriebene Theorie der Kanalreduktion wird dabei differenziert als Nachteil aber auch als Vorteil betrachtet. Die besondere Art der Internet-Kommunikation kann am besten als verschriftete Mündlichkeit (= Oraliteralität) verstanden werden. Die daraus entstehenden Internet-spezifischen Vor- und Nachteile der computervermittelte Kommunikation werden schließlich mit Bezug auf neuere Theorie-Ansätze (vgl. Döring 2003) diskutiert. Abschließend werden praktische Konsequenzen angedeutet.
    Keywords
    Grundlagen der Kommunikation, Kommunikationsmodelle, Internet-Kommunikation, Kanalredukti-onstheorie, Computervermittelte Kommunikation, Medienwahlmodell, Internet-Beratung


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  • Katharina Fidesser: E-Mail-Beratung in der Jugendberatungsstelle Waggon

    Zusammenfassung
    Wie in vielen anderen Einrichtungen auch, entstand die e-Mailberatung in der Beratungsstelle WAGGON in Mödling einfach deshalb, weil es die Nachfrage gab. Niemand ahnte, dass sich dieser Bereich so weiterentwickeln und die Nachfrage so ansteigen würde, doch genau das ist passiert. Diese Tatsache machte es erforderlich, neue Strukturen und Herangehensweisen zu erarbeiten, um weiterhin ein professionelles Beratungsangebot, angepasst an die Bedingungen des WAGGONs und den neuesten Entwicklungen im Bereich der Online-Beratung, garantieren zu können. Die e-Mailberatung im WAGGON ist immer noch in einem Entwicklungsstadium. Aber wir haben schon viel erreicht, verbessert, ausprobiert, verworfen und wieder eingeführt.

    Keywords
    Erfahrungsbericht, e-Mail-Beratung, Jugendberatung

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  • Dzeyk, Waldemar: Vertrauen in Internetangebote. Eine empirische Untersuchung zum Einfluss von Glaubwürdigkeitsindikatoren bei der Nutzung von Online-Therapie- und Online-Beratungsangeboten (Dissertation)

    Zusammenfassung
    Angesichts der Risiken, die mit der Nutzung von Online-Informationen verbunden sind, besitzen Fragen der Glaubwürdigkeit und des Vertrauens eine wichtige Orientierungsfunktion für die Selektion und Bewertung von Informationen im Internet. Für den Bereich gesundheitsrelevanter Online-Angebote ist bisher noch wenig darüber bekannt, welche Rolle medienseitige Merkmale für die Zuschreibung von Glaubwürdigkeit und die Entwicklung von Vertrauen in Online-Therapieangebote oder Online-Beratungsangebote spielen. Ebenso ist dass Wissen um den Einfluss rezipientenseitiger Merkmale sowie deren Interaktion mit den Medienmerkmalen bei der Zuschreibung von Glaubwürdigkeit im Kontext des Internets noch weitgehend unerforscht. Den Teilnehmer/innen eines Online-Experiments (N = 532) wurde das Angebot eines simulierten Online-Therapie bzw. Online-Beratungsangebots präsentiert. Dabei wurden verschiedene Glaubwürdigkeitsmerkmale der einzelnen Webseiten variiert: 1. Porträtfoto des Therapeuten, 2. Qualifikation des Therapeuten, 3. orthografische Korrektheit, 4. Ausführlichkeit der Informationen zur Datensicherheit und zum Datenschutz und 5. die Vollständigkeit der Kontaktadresse. Als abhängige Variable wurde die Einschätzung der Glaubwürdigkeit der dargebotenen Seiten erhoben (Vertrauenswürdigkeit und Kompetenz als Kernkomponenten des Glaubwürdigkeitskonstrukts). Zusätzlich wurden mittels eines Online-Fragebogens verschiedene Rezipientenvariablen erfasst. Für die Indikatoren "Qualifikation des Therapeuten", "Datensicherheit und Datenschutz" und für die "Kontaktadresse" konnten signifikante Haupteffekte für die Beurteilung der Glaubwürdigkeit gesichert werden. Hier war es jeweils so, dass den eher glaubwürdigen Varianten sowohl eine höhere Vertrauenswürdigkeit als auch eine höhere Kompetenz zugeschrieben wurde. Für die Rezipientenvariablen zeigten sich vor allem bei den Variablen "Interesse am Thema" und "Vertrauen in die Zuverlässigkeit anderer" signifikante Effekte. Die Ergebnisse des Fragebogenteils deuten darauf hin, dass Nutzer/innen von Online-Therapien bzw. Online-Beratungen eine größere Affinität zum Medium Internet aufweisen. Sie nutzen das Internet intensiver und vertrauen den Informationen mehr als Personen ohne Online-Therapieerfahrung.

    Keywords
    Online-Therapie, Online-Beratung, Glaubwürdigkeit, Vertrauen, Online-Vertrauen

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