Fachzeitschrift für Online-Beratung und computervermittelte Kommunikation
ISSN 1816-7632



 
 
 
 
 
 

 

Zusammenfassungen 1. Jahrgang, Heft 1 -
September 2005

  • Birgit Knatz: Rat und Hilfe aus dem Internet - Die Beratung per Mail
    Standards und Herausforderungen

    Zusammenfassung
    Schreiben hat sich bewährt. Online-Beratung entwickelt sich mehr und mehr zu einem medienspezifischen (Unterstützungs-) - Angebot, das immer größere Bedeutung gewinnt. Für Beraterinnen und Berater heißt dies, sich vertraut zu machen mit den Besonderheiten der digitalen Kommunikation, dem Medium und seinen spezifischen Möglichkeiten und Grenzen.

    Keywords
    Qualität Online-Beratung, Online-Beratung, Mailberatung, Besonderheiten von E-Mail-Beratung

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  • Alexander Brunner: wienXtra-jugendinfo rat&hilfe Forum. Erfahrungen aus vier Jahren mit einem moderierten Jugendforum

    Zusammenfassung
    Im Artikel werden die Erfahrungen aus der Arbeit mit einem moderierten Jugendforum dargestellt. Neben den Entwicklungen über die Jahre werden Themen wie Moderation, Communitybildung, Flaming, Registrierung etc. exemplarisch am rat&hilfe Forum veranschaulicht und reflektiert. So werden einerseits Einblicke in die praktischen Erfahrungen und die praktische Arbeit mit und in einem Jugendforum ermöglicht und anderseits bestimmte Phänomene in einer erweiterten und verallgemeinerten Form reflektiert. Auf diese Art und Weise können diese spezifischen Erfahrungen für ähnliche Projekte fruchtbare Anregungen bieten.

    Keywords
    Jugendforum, Jugendarbeit, Onlineberatung, Forenmoderation, Jugendliche

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  • Josef Lang: Paarberatung online

    Zusammenfassung
    Auf dem Hintergrund der Fragestellungen und der Entwicklung von
    Beratungsangeboten im Internet generell wird das Spezifische der
    Paarberatung im Internet dargestellt. Die bekanntesten Angebote in
    deutscher Sprache werden vorgestellt. In einem Schwerpunkt wird das
    Konzept von „www.paarberatung.ch“ skizziert. Angebote unterscheiden sich in ihren Zielsetzungen, die auf die unterschiedlichen Erwartungen der
    Ratsuchenden ausgerichtet sind und auf jede Anfrage zugeschnitten
    werden. Methodische Leitlinien sind aus der Beratungspsychologie mit
    Blick auf das Medium Internet abgeleitet.

    Der Autor bevorzugt den systemischen Ansatz, integriert Methoden des
    kognitiv-verhaltenstherapeutischen Beratungsansatzes und plädiert dafür,
    die personspezifischen Elemente einer Anfrage für die Antwort zu nutzen.
    Grundsätzliches zur Psychologie der Paarberatung und zur Textinterpretation bei einer E-Mail-Beratung wird veranschaulicht mit einem konkreten Beispiel aus der Onlinepraxis und einer kurzen Beschreibung der Population der Ratsuchenden.


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  • Petra Risau: Online-Beratung als Präventionsmaßnahme -
    "BKK Lebenshilfe Online" - ein zukunftsweisendes Modellprojekt

    Zusammenfassung
    In diesem Artikel werden die Erfahrungen, Ergebnisse und Perspektiven des Modellprojektes "BKK Lebenshilfe Online" dargestellt, das sich aufgrund der besonderen Kooperation unterschiedlicher Akteure in Deutschland als bundesweit einmalig auszeichnet. So wurde durch den Bundesverband der Betriebkrankenkassen (BKK BV) zusammen mit dem Projekt beranet.de und der Beteiligung von 36 Beratungsstellen und Selbsthilfeorganisationen ein verbandsübergreifendes Onlineratungsangebot zur gesundheitlichen Prävention geschaffen, das mittlerweile auf den Webseiten von rund 60 Betriebskrankenkassen ausgewiesen wird. Ziel ist es, Ratsuchenden einen anonymen und niedrigschwelligen Zugang zu individueller Beratung und gesundheitsrelevanten Informationen zu ermöglichen, um damit eine Lücke in der gesundheitlichen Versorgung zu schließen und zu einer Vermei-dung von psychosomatischen Erkrankungen beizutragen.

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  • Florian Klampfer: Per Mausklick in die Supervision

    Zusammenfassung
    Onlinesupervision im Hinblick auf Fallbesprechungen aus der Onlineberatung ist sinnvoll, zumal die auftauchenden Fragestellungen, welche häufig nur im Kontext des Mediums nachvollziehbar sind, durch das gleiche Medium besprochen werden, in dem sie auch entstanden sind. Angefangen von der schriftkommunzierten Fall-darstellung, dem reduzierten Gefühlsaudruck bis hin zu den Interventionen bietet dieses Medium vielfältige und onlinespezifische Arbeitsmethoden. Allerdings ist es – neben den beschriebenen Grenzen – auch wichtig, immer wieder ein Gegengewicht zur "virtuellen Welt" herzustellen und wieder "Bodenhaftung" zu spüren, was haupt-sächlich in der face-to-face-Beratungssituation möglich ist. Somit stellt die Onlinesupervision eine eigenständige und hilfreiche Möglichkeit dar, die eigene Arbeit kontextnah zu betrachten und zu hinterfragen, sofern sie zielgerichtet und eventuell ergänzend zur Live-Supervision eingesetzt wird.

    Keywords
    Onlinesupervision, Supervision, Fallbesprechung, schriftkommuniziert


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  • Hans-Joachim Gehrmann, Stefanie Dreyer, Rebekka Höly, Melanie Mohr,
    Christin Patitz u. Manuel Rühl: Theorie- und Praxisvermittlung in der Onlineberatung. Erfahrungen aus dem Studienprojekt „Sozialber@tung im Internet“ am Fachbereich Sozialpädagogik der FH Darmstadt

    Zusammenfassung
    Im Artikel wird ein Projekt der FH Darmstadt vorgestellt, wo im Rahmen der Hochschulausbildung Online-Beratung auf dem Feld der Sozialberatung durchgeführt wird. Ein Hauptziel dieses Projektes war es, zusammen mit professionellen Beratern, denen ebenso wie den Studierenden die Onlineberatung bis dahin noch fremd war, gemeinsam Erfahrungen im Aufbau und dem Ausbau eines Onlineberatungsangebotes zu sammeln. Studenten beschreiben weiters ihre Erfahrungen in den verschiedenen Feldern von Onlineberatung. Statistische Daten ergänzen die reflektierten Einblicke und ermöglichen so einen differenzierten Einblick in den Arbeitsalltag einer Onlineberatungsstelle. Die Erfahrungen zeigen nicht nur Möglichkeiten auf, wie eine Onlineberatung konkret vor Ort auf - und ausgebaut werden kann, sondern machen auch deutlich, dass durch eine dialogische Zusammenarbeit von Studierenden und erfahrenen professionellen Beratern eine Situation geschaffen wird, die für beide Seiten Vorteile mit sich bringt.

    Keywords
    Onlineberatung, Studienprojekt, Praxisvermittlung, Helpchat

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  • Karlheinz Benke: Virtualität als Lebensraum(gefühl):
    Einsamkeit, Gemeinschaft und Hilfe im virtuellen Raum


    Zusammenfassung
    Mit seinem Tun und (Unter)Lassen, kurz: seinem Handeln, in der postmodernen Gesellschaft konstruiert jeder Mensch (sich) Räume und nützt sie individuell. Diese beeinflussen seine Biografie, welche wiederum einen möglichen Beratungsprozess online wie offline beeinflusst, in dem sie für ein Thema, Sicht- und Zugangsweisen sorgt. Wobei Räume dabei nicht länger nur Realräume, sondern auch virtuelle Räume sind.

    Virtualität ist dabei nicht nur ein ‚neues' räumliches, sondern auch ein emotionales Phänomen im gegenwärtigen Lebensalltag. Und obwohl Emotionen nicht nur unser Leben würzen und eben auch an Räume (vgl. geheime Räume, tote Räume, tabuisierte Räume etc.) geknüpft sind, sind Emotionen (und ihre Ausdrucksformen) ein eher ignoriertes Element von Räumen. Und dies gilt für den realen Raum (offline, in real life, face-to-face) ebenso wie für den virtuellen Raum (online, in virtual life, keyboard-to-keyboard), welcher zunehmend zum Kommuni-kationsort bzw. Beratungsraum wird.

    Das Internet ist dabei einerseits Ersatzraum und Ergänzung zum Real-Life bzw. auch Spielraum mit einer ihm innewohnenden ‚Chance-RisikoPolarität' für das handelnde Individuum, in der sich die aktuellen gesellschaftlichen Verhältnisse widerspiegeln. Andererseits ist es auch gleichzeitig ein sozialer Raum, der - etwa über die Online-Kommunikation bzw. Beratung - die Möglichkeiten bietet, an sich und seiner Persönlichkeit zu arbeiten.

    Keywords
    Virtualität, virtueller Raum, Individuum, Gemeinschaft, Postmoderne, Internet, Online-Beratung

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  • Gerald Kral: Psychologische Beratung im Internet - Notwendigkeiten und Möglichkeiten

    Zusammenfassung
    Der Artikel geht von einer Bestandsaufnahme der internetbasierten Beratung in Österreich aus, insbesondere wird die Bedeutung der aktuell erläuterten rechtlichen Situation asynchroner Beratungssettings erläutert. Es folgt eine Darstellung der Zielgruppen und Indikationen für Online-Beratung sowie eine Diskussionen über Vorteile und Nachteile dieser Beratungsformen. Es wird auch ein Überblick über den Stand der Wirksamkeitsforschung bezüglich internetbasierter Beratung gegeben sowie die Frage der Qualitätssicherung und Professionalisierung auf diesem Sektor diskutiert.

    Keywords
    internetbasierte Beratung, Österreich, Wirksamkeit, Online-Beratung, Qualitätssicherung, rechtliche Situation

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Herausgeber: Stefan Kühne, Mag. Gerhard Hintenberger
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