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Zusammenfassungen:
3. Jahrgang, Heft 2- September 2007
- Claudia
Beck: Die Metaphernanalyse in der textbasierten Online-Beratung
Zusammenfassung
Dass Online-Beratung sich zunehmend etabliert und als niedrig-
schwelliges, anonymes Angebot Schwellenängste signifikant
reduzieren kann, ist bekannt und wird kaum noch bestritten. Wie
genau Online-Beratung hingegen methodisch aussehen kann, ist noch
in der Diskussion. Erste Erfahrungen wurden bereits gemacht und
werden in zahlreichen Erfahrungsberichten ausgewertet. Um sich
zunehmend zu professionalisieren, muss sich die Online-Beratung
jedoch insbesondere methodisch weiterentwickeln. In diesem Aufsatz
wird der Grundstein für die Arbeit mit der systematischen
Metaphernanalyse in der Online-Beratung gelegt. Die BeraterInnen
werden angeleitet, durch die Arbeit mit Metaphern einen Zugang
zu individuellen Denk- und Handlungs-
schemata ihrer KlientInnen zu bekommen, diese zu reflektieren
und Alternativen anbieten zu können.
Keywords
E-Mail, Online-Beratung, Metapher, (systematische) Metaphernanalyse.
Artikel
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- Elisabeth
Goebel-Krayer: Narrative E-Mail-Supervision
Zusammenfassung
Online-Beratung
In der Praxis der E-Mail-Supervision taucht immer wieder die Frage
nach einer geeigneten Methode auf. Wie kann aufgrund des lediglich
zur Verfügung stehenden Textes ein Antwortschreiben verfasst
werden, das doch beratenden Charakter haben soll? Mit der narrativen
E-Mail-Supervision wird nicht nur eine Methode vorgestellt, mit
der es möglich ist, anhand des Textes die Sicht der SupervisandInnen
zu rekonstruieren. Narrative E-Mail-Supervision ermöglicht
es darüber hinaus, das berufliche Handeln in besonderer Weise
zu reflektieren. Die SupervisandInnen werden mit Hilfe offener
Fragestellungen dazu angeregt, von ihrem beruflichen Alltag Erzählungen
aufzuschreiben. Dieses erzählende Schreiben wiederum führt
dazu, dass die SupervisandInnen Situationen erneut erleben und
aus der gegenwärtigen Perspektive ihr Handeln (neu) bewerten.
Die SupervisandInnen werden im Schreiben sich selbst zu SupervisorInnen.
Keywords
Narrationen, Textanalyse, E-Mail, Online-Supervision.
Artikel
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- Karlheinz
Benke & Harald Schwarz: Zur Erschaffung der Virtualität
und ihrer Bilder: AugenBlickWinkel
Zusammenfassung
Zielsetzung Mit
dem Begriff Virtualität wird primär eine Erscheinungsform
assoziiert, die im Zusammenhang mit Neuen Medien bzw. der Postmoderne
steht. In einer ersten Annäherung wird versucht zu zeigen,
was im Sinne einer Möglichkeit zur Realität auch'
virtuell ist. Der Bogen dieser verschiedensten Blickwinkel spannt
sich über ein Konstrukt von Gedanken über die Anfänge
bildlicher Darstellungen im Mittelalter und kulminiert gegenwärtig
in jener Bilderflut, die uns tagtäglich begleitet und über
die wir wiederum unser WeltBild konstruieren. Bereits andere Blickwinkel
ermöglichen es, das geläufige Bild von Virtualität
zu dekonstruieren, die eigenen Denkstrukturen aufzubrechen und
Quasi-Naturgegebenes' zu hinterfragen. Virtualität
und virtuelle Räume meinen mehr: Sie sind stets Bildkonstruktionen,
immer auch LebensRaumGefühle, die als solche Ausdruck, wie
(räumliches) Element der Realität sind, mit der sie
in Bezug respektive sogar in Beziehung stehen und zwar unabhängig
davon, über welche AusdrucksFormen sie sich zeigt.
Keywords
Virtualität, virtuelle Räume,
Bilder, Mittelalter, Postmoderne.
Artikel
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- Wagner:
Identitätsrückprojektion in Aktiven Medien. Wann können
Computerspiele unser reales Verhalten beeinflussen?
Zusammenfassung
Das Medium Computerspiel nimmt in der Jugendkultur eine
immer wichtiger werdende Rolle ein. Dabei ist um die Frage in
wie weit dies als eine positive oder negative gesellschaftliche
Entwicklung zu sehen ist, in den letzten Jahren eine intensive
akademische Debatte entbrannt. Diese Diskussion geht jedoch an
der eigentlichen Problemstellung vorbei, da sich die Wirkungsweise
von Computerspielen individuell unterschiedlich darstellt. In
diesem Artikel soll daher der Frage nachgegangen werden, welche
Kompetenzen im Umgang mit Computerspielen, oder allgemeiner mit
aktiven Medien, notwendig sind, um diese in positiver Weise nutzen
zu können. Dazu wird ein theoretisches Modell skizziert,
mit dessen Hilfe die Wirkungsweise des Kompetenztransfers zwischen
Realität und Spiel interpretiert werden kann.
Keywords
Computerspiel,
Medientheorie, Medienwirkung, Partizipationskultur, Virtuelle
Gewalt.
Artikel
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-
Adelheid
Primus : Kreativität in der psychosozialen Online-Beratung
Zusammenfassung
In der vorliegenden Arbeit werden kreative Ausdrucksformen in
der Online-Beratung heraus-gegriffen und Beispiele angeführt.
Dabei werden sowohl einige kreativtherapeutische Methoden, wie
die Poesie- und Bibliotherapie, als auch in der Online-Beratung
anwendbare literarische Gattungen beschrieben. So können
Beraterinnen und Berater kreativ auf Anfragetexte antworten,
indem sie etwa ein "Elfchen" verfassen oder einen
Perspektivenwechsel vornehmen. Von Kreativtherapie sprechen
wir jedoch erst dann, wenn die oder der Ratsuchende dazu ermuntert
wird, eine kreative Methode anzuwenden. Hier eignen sich autobiografische
Selbstreflexionen oder aber auch Gedichte.
Keywords
Kreativität, kreativtherapeutische Ansätze, Poesie-
und Bibliotherapie, kreatives Schreiben, Lyrik, Elfchen, Haiku,
autobiographisches Schreiben.
Artikel
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-
Anton
Fricko: Digital Communities - soziale, wirtschaftliche und kulturelle
Auswirkungen in einer zunehmend virtuellen Gesellschaft
Zusammenfassung
Unter dem Begriff Web 2.0 werden unterschiedliche, meist interaktive
Phänomene des Internets zusammengefasst. Digital Communities
spielen innerhalb des Web 2.0 eine besondere Rolle, mit Auswirkungen
in sozialer, wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht. In diesem
Artikel werden am Beispiel von Second Life neue Entwicklungen
beschrieben und mögliche Folgen daraus diskutiert.
Keywords
Web 2.0, Digital Communities, Second Life, Virtual Economies,
virtuelle Gesellschaft.
Artikel
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-
Brigitte
Vogt:
Zusammenfassung
Im Artikel werden in acht kurzen Thesen verschiedene Gedanken
zum Schreiben, seiner Bedeu-tung, seinen Auswirkungen auf das
Selbst, auf Beziehungen zu anderen, seine "Wirkungen"
im Sinne von Selbst-
ausdruck, Distanzierung, Kontaktaufnahme, Kreativität,
Integration und anderer wichtiger Aspekte menschlicher Entwicklung
und Selbstentfaltung. Die Form ist die eines Essays, der zum
Selbst-Weiterschreiben und Selbst-Weiterdenken anregen soll.
Keywords
Schreiben, Kreativität, Selbstausdruck, Begegnung.
Artikel
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-
Bettina
Zehetner
Zusammenfassung
Der Artikel stellt die Anwendbarkeit der Prinzipien frauenspezifischer
Beratung im Online-Setting zur Diskussion. Neben inhaltlichen
und technischen Qualitätskriterien werden anhand der Themen
Anonymität sowie Nähe und Distanz die Besonderheiten
und Herausforderungen des Mediums dargestellt. Durch die Verbindung
von theoretischem Hinter-grund mit praktischen Erfahrungen aus
der Online-Beratungsarbeit im Verein "Frauen beraten Frauen"
kann der Text auch als Einführung für Onlineberatungs-Interessierte
dienen.
Keywords
Qualitätskriterien, frauenspezifische Beratung, Einführung
in die Online-Beratung.
Artikel
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-
Ronald
Hechenberger: Online-Beratung und Online-Streitschlichtung für
KonsumentInnen
Zusammenfassung
Der Internet Ombudsmann (www.ombudsmann.at) existiert seit Ende
1999 und wurde vom Österreichischen Institut für angewandte
Telekommunikation initiiert und entwickelt. Das Projekt ist
heute europaweit anerkannt und die größte österreichische
außergerichtliche Streitschlichtungsstelle für den
Online-Handel. Der Internet Ombudsmann wird seit 2003 vom Bundesministerium
für Soziales und Konsumenten-
schutz, seit Anfang 2007 auch von der Bundesarbeitskammer gefördert.
Im Jahr 2006 wurde in 4.730 Fälle von KonsumentInnen bearbeitet.
Im Jahr 2005 waren es noch 1.460 Beschwerdefälle, die von
den ExpertInnen des Internet Ombudsmann behandelt werden mussten.
Die Meldung von Beschwerde-Fällen an den Internet Ombudsmann
erfolgt über ein spezielles Online-Beratungssystem unter
www.ombudsmann.at. Nach der Anmeldung auf der Website erhal-ten
KonsumentInnen eine E-Mail mit ihren Zugangsdaten. Mit diesen
können sie sich nun in das System einloggen und Beschwerden
oder Anfragen eingeben und mithilfe eines elektronischen Akts
ihren Fall bis zur Lösung durch das Ombudsmann-Team weiterverfolgen.
In Zukunft wird sich die Anzahl der Beratungsfälle weiter
stark erhöhen (Prognose 2007: plus 100 Prozent im Vergleich
zu 2006). Neben neuen fachlichen und juristischen Herausforderungen
(mobiles Internet und neue Formen des Online-Betrugs) ist vor
allem die Erhöhung der Effizienz eine zentrale Herausforderung.
Keywords
Online-Beratung, Konsumentenschutz, Online-Shopping, E-Commerce,
Online-Streitschlichtung.
Artikel
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