Fachzeitschrift für Online-Beratung und computervermittelte Kommunikation
ISSN 1816-7632



 
 
 
 
 
 

 

Zusammenfassungen:
3. Jahrgang, Heft 2- September 2007

  • Claudia Beck: Die Metaphernanalyse in der textbasierten Online-Beratung

    Zusammenfassung

    Dass Online-Beratung sich zunehmend etabliert und als niedrig-
    schwelliges, anonymes Angebot Schwellenängste signifikant reduzieren kann, ist bekannt und wird kaum noch bestritten. Wie genau Online-Beratung hingegen methodisch aussehen kann, ist noch in der Diskussion. Erste Erfahrungen wurden bereits gemacht und werden in zahlreichen Erfahrungsberichten ausgewertet. Um sich zunehmend zu professionalisieren, muss sich die Online-Beratung jedoch insbesondere methodisch weiterentwickeln. In diesem Aufsatz wird der Grundstein für die Arbeit mit der systematischen Metaphernanalyse in der Online-Beratung gelegt. Die BeraterInnen werden angeleitet, durch die Arbeit mit Metaphern einen Zugang zu individuellen Denk- und Handlungs-
    schemata ihrer KlientInnen zu bekommen, diese zu reflektieren und Alternativen anbieten zu können.

    Keywords
    E-Mail, Online-Beratung, Metapher, (systematische) Metaphernanalyse.

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  • Elisabeth Goebel-Krayer: Narrative E-Mail-Supervision

    Zusammenfassung
    Online-Beratung In der Praxis der E-Mail-Supervision taucht immer wieder die Frage nach einer geeigneten Methode auf. Wie kann aufgrund des lediglich zur Verfügung stehenden Textes ein Antwortschreiben verfasst werden, das doch beratenden Charakter haben soll? Mit der narrativen E-Mail-Supervision wird nicht nur eine Methode vorgestellt, mit der es möglich ist, anhand des Textes die Sicht der SupervisandInnen zu rekonstruieren. Narrative E-Mail-Supervision ermöglicht es darüber hinaus, das berufliche Handeln in besonderer Weise zu reflektieren. Die SupervisandInnen werden mit Hilfe offener Fragestellungen dazu angeregt, von ihrem beruflichen Alltag Erzählungen aufzuschreiben. Dieses erzählende Schreiben wiederum führt dazu, dass die SupervisandInnen Situationen erneut erleben und aus der gegenwärtigen Perspektive ihr Handeln (neu) bewerten. Die SupervisandInnen werden im Schreiben sich selbst zu SupervisorInnen.

    Keywords
    Narrationen, Textanalyse, E-Mail, Online-Supervision.

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  • Karlheinz Benke & Harald Schwarz: Zur Erschaffung der Virtualität und ihrer Bilder: AugenBlickWinkel

    Zusammenfassung
    Zielsetzung Mit dem Begriff Virtualität wird primär eine Erscheinungsform assoziiert, die im Zusammenhang mit Neuen Medien bzw. der Postmoderne steht. In einer ersten Annäherung wird versucht zu zeigen, was im Sinne einer Möglichkeit zur Realität ‚auch' virtuell ist. Der Bogen dieser verschiedensten Blickwinkel spannt sich über ein Konstrukt von Gedanken über die Anfänge bildlicher Darstellungen im Mittelalter und kulminiert gegenwärtig in jener Bilderflut, die uns tagtäglich begleitet und über die wir wiederum unser WeltBild konstruieren. Bereits andere Blickwinkel ermöglichen es, das geläufige Bild von Virtualität zu dekonstruieren, die eigenen Denkstrukturen aufzubrechen und ‚Quasi-Naturgegebenes' zu hinterfragen. Virtualität und virtuelle Räume meinen mehr: Sie sind stets Bildkonstruktionen, immer auch LebensRaumGefühle, die als solche Ausdruck, wie (räumliches) Element der Realität sind, mit der sie in Bezug respektive sogar in Beziehung stehen und zwar unabhängig davon, über welche AusdrucksFormen sie sich zeigt.

    Keywords
    Virtualität, virtuelle Räume, Bilder, Mittelalter, Postmoderne.

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  • Wagner: Identitätsrückprojektion in Aktiven Medien. Wann können Computerspiele unser reales Verhalten beeinflussen?

    Zusammenfassung
    Das Medium Computerspiel nimmt in der Jugendkultur eine immer wichtiger werdende Rolle ein. Dabei ist um die Frage in wie weit dies als eine positive oder negative gesellschaftliche Entwicklung zu sehen ist, in den letzten Jahren eine intensive akademische Debatte entbrannt. Diese Diskussion geht jedoch an der eigentlichen Problemstellung vorbei, da sich die Wirkungsweise von Computerspielen individuell unterschiedlich darstellt. In diesem Artikel soll daher der Frage nachgegangen werden, welche Kompetenzen im Umgang mit Computerspielen, oder allgemeiner mit aktiven Medien, notwendig sind, um diese in positiver Weise nutzen zu können. Dazu wird ein theoretisches Modell skizziert, mit dessen Hilfe die Wirkungsweise des Kompetenztransfers zwischen Realität und Spiel interpretiert werden kann.

    Keywords
    Computerspiel, Medientheorie, Medienwirkung, Partizipationskultur, Virtuelle Gewalt.

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  • Adelheid Primus : Kreativität in der psychosozialen Online-Beratung

    Zusammenfassung
    In der vorliegenden Arbeit werden kreative Ausdrucksformen in der Online-Beratung heraus-gegriffen und Beispiele angeführt. Dabei werden sowohl einige kreativtherapeutische Methoden, wie die Poesie- und Bibliotherapie, als auch in der Online-Beratung anwendbare literarische Gattungen beschrieben. So können Beraterinnen und Berater kreativ auf Anfragetexte antworten, indem sie etwa ein "Elfchen" verfassen oder einen Perspektivenwechsel vornehmen. Von Kreativtherapie sprechen wir jedoch erst dann, wenn die oder der Ratsuchende dazu ermuntert wird, eine kreative Methode anzuwenden. Hier eignen sich autobiografische Selbstreflexionen oder aber auch Gedichte.

    Keywords
    Kreativität, kreativtherapeutische Ansätze, Poesie- und Bibliotherapie, kreatives Schreiben, Lyrik, Elfchen, Haiku, autobiographisches Schreiben.

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  • Anton Fricko: Digital Communities - soziale, wirtschaftliche und kulturelle Auswirkungen in einer zunehmend virtuellen Gesellschaft

    Zusammenfassung
    Unter dem Begriff Web 2.0 werden unterschiedliche, meist interaktive Phänomene des Internets zusammengefasst. Digital Communities spielen innerhalb des Web 2.0 eine besondere Rolle, mit Auswirkungen in sozialer, wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht. In diesem Artikel werden am Beispiel von Second Life neue Entwicklungen beschrieben und mögliche Folgen daraus diskutiert.

    Keywords
    Web 2.0, Digital Communities, Second Life, Virtual Economies, virtuelle Gesellschaft.

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  • Brigitte Vogt:

    Zusammenfassung
    Im Artikel werden in acht kurzen Thesen verschiedene Gedanken zum Schreiben, seiner Bedeu-tung, seinen Auswirkungen auf das Selbst, auf Beziehungen zu anderen, seine "Wirkungen" im Sinne von Selbst-
    ausdruck, Distanzierung, Kontaktaufnahme, Kreativität, Integration und anderer wichtiger Aspekte menschlicher Entwicklung und Selbstentfaltung. Die Form ist die eines Essays, der zum Selbst-Weiterschreiben und Selbst-Weiterdenken anregen soll.

    Keywords
    Schreiben, Kreativität, Selbstausdruck, Begegnung.

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  • Bettina Zehetner

    Zusammenfassung
    Der Artikel stellt die Anwendbarkeit der Prinzipien frauenspezifischer Beratung im Online-Setting zur Diskussion. Neben inhaltlichen und technischen Qualitätskriterien werden anhand der Themen Anonymität sowie Nähe und Distanz die Besonderheiten und Herausforderungen des Mediums dargestellt. Durch die Verbindung von theoretischem Hinter-grund mit praktischen Erfahrungen aus der Online-Beratungsarbeit im Verein "Frauen beraten Frauen" kann der Text auch als Einführung für Onlineberatungs-Interessierte
    dienen.

    Keywords
    Qualitätskriterien, frauenspezifische Beratung, Einführung in die Online-Beratung.

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  • Ronald Hechenberger: Online-Beratung und Online-Streitschlichtung für KonsumentInnen

    Zusammenfassung
    Der Internet Ombudsmann (www.ombudsmann.at) existiert seit Ende 1999 und wurde vom Österreichischen Institut für angewandte Telekommunikation initiiert und entwickelt. Das Projekt ist heute europaweit anerkannt und die größte österreichische außergerichtliche Streitschlichtungsstelle für den Online-Handel. Der Internet Ombudsmann wird seit 2003 vom Bundesministerium für Soziales und Konsumenten-
    schutz, seit Anfang 2007 auch von der Bundesarbeitskammer gefördert. Im Jahr 2006 wurde in 4.730 Fälle von KonsumentInnen bearbeitet. Im Jahr 2005 waren es noch 1.460 Beschwerdefälle, die von den ExpertInnen des Internet Ombudsmann behandelt werden mussten. Die Meldung von Beschwerde-Fällen an den Internet Ombudsmann erfolgt über ein spezielles Online-Beratungssystem unter www.ombudsmann.at. Nach der Anmeldung auf der Website erhal-ten KonsumentInnen eine E-Mail mit ihren Zugangsdaten. Mit diesen können sie sich nun in das System einloggen und Beschwerden oder Anfragen eingeben und mithilfe eines elektronischen Akts ihren Fall bis zur Lösung durch das Ombudsmann-Team weiterverfolgen. In Zukunft wird sich die Anzahl der Beratungsfälle weiter stark erhöhen (Prognose 2007: plus 100 Prozent im Vergleich zu 2006). Neben neuen fachlichen und juristischen Herausforderungen (mobiles Internet und neue Formen des Online-Betrugs) ist vor allem die Erhöhung der Effizienz eine zentrale Herausforderung.

    Keywords
    Online-Beratung, Konsumentenschutz, Online-Shopping, E-Commerce, Online-Streitschlichtung.

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